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Der aufbau von Kapazitäten für die Beseitigung der restlichen Kampfmittelrückstände

Vietnam ist eines der am meisten von Bomben getroffenen Länder der Welt. Noch heute sind 21 % des Landes verseucht mit Fliegerbomben, Streubomben und explosiven Granaten, die während des Vietnamkrieges (2nd Indochina War) abgeworfen oder eingesetzt wurden, jedoch nicht explodiert sind. Hauptsächliche Ziele dafür waren sowohl wichtige Infrastrukturbereiche und Transportwege als auch zivile Gebiete und Kampfzonen sowie weite Bereiche der Anhöhen, an denen sich der Ho Chi Minh Pfad entlangzog. Als Folge ist in ländlichen Gebieten der Zugang zu sicherem Ackerland stark eingeschränkt, wodurch die Bauern kaum die Möglichkeit haben, durch Selbstversorgung tiefster Armut zu entkommen. Seit dem Ende des Krieges (1975) gab es mindestens 104.973 Opfer: 38.980 Personen wurden durch Minen und Blindgänger getötet und 66.033 verletzt. Und selbst heutzutage sind viele ländliche Gemeinden durch diese Altlasten in ihrer Existenzgrundlage stark gefährdet, und dies nicht nur durch den unsicheren Zugang zu ihren Feldern, sondern auch durch die Belastung, die die durch Explosionen verursachten körperlichen Behinderungen darstellen.

Mit Unterstützung des Deutschen Auswärtigen Amtes möchte APOPO dazu beitragen, die Verseuchung des Bodens durch Kampfmittelrückstände zu beseitigen und die Auswirkungen auf die Existenzgrundlagen der betroffenen Bevölkerung zu mildern. Das besondere Ziel des Projekts ist es, in Zusammenarbeit mit örtlichen Interessenvertretern die erforderlichen Kapazitäten aufzubauen, die nötig sind, um jetzt und in Zukunft eigenständig Kampfmittelrückstände zu eliminieren. Dies geschieht vor Ort durch Mitarbeit an der Entwicklung von Standardverfahren und Werkzeugen, die dazu dienen, die Bodenbelastung zu untersuchen. Außerdem werden systematisch Informationen gesammelt und in Datenbanken ausgewertet. Das Projekt möchte auch die Fähigkeit des vor Ort arbeitenden APOPO Teams verbessern, eigenständig Minenräumaktionen nach Dringlichkeit auszuwählen, diese zu planen, durchzuführen, zu koordinieren und zu beaufsichtigen.

Gegenwärtig ist APOPO Vietnam in Quang Tri und Thua Thien Hue tätig, zwei der am stärksten minenverseuchten Landesteile, in denen die Belastung durch Minen zwar flächenmäßig weitverbreitet, in ihrer Dichte und im Hinblick auf den Minen typ aber nicht einheitlich ist. Einige Gebiete sind stark betroffen, andere weniger, manche gar nicht. APOPO bedient sich hier einer auf vorhergehendem Nachweis basierenden Dokumentation, um die gefährlichen Gebiete genau identifizieren zu können (progressive baseline survey methodology). Durch die Verwendung schnellerer und ökonomischerer Untersuchungsmethoden wird sichergestellt, dass nur Gebiete mit tatsächlich erfasster Verseuchung gesäubert und technische Ressourcen effizienter und zielgerichteter eingesetzt werden.

Sowohl in der Provinz Quang Tri als auch in Thua Thien Hue arbeitet APOPO mit dem Department of Foreign Affairs und dem Provincial Engineering Command zusammen. Diese Behörden sind jeweils verantwortlich für die Aufsicht und die Koordinierung der Minensäuberungsprogramme und für die Lokalisierung und Entfernung explosiver Gefahrenquellen. Bestandteil des Projekts ist außerdem die Verknüpfung mit der Basis, da APOPO in einem Netzwerk arbeitet, dessen gemeinsamer Schwerpunkt es ist, Berichte über Blindgänger zu erstellen und Aufklärungsmaßnahmen zu Minenrisiken (mine risk education) zu betreiben.